Der Stoff über den Propheten Elias hat Mendelssohn, zehn Jahre lang beschäftigt. So lange sind die drei Chöre und zwei Kinderchöre mit 90 Sängern noch nicht zu Gange, aber ein Jahr intensive Vorbereitung haben sie investiert, bevor kürzlich bei einem Probewochenende in Haigerloch die Sänger der Erwachsenenchöre zusammentrafen.

Das Oratorium verlangt dem Chorleiter, aber auch seinen Sängerinnen und Sängern eine Menge ab. Es genügt eben nicht, die Einsätze nicht zu verpassen und die Töne richtig zu treffen. Es geht darum, das biblischen Drama um die Auseinandersetzung des Propheten Elias mit den Anhängern des Gottes Baal mit musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten richtig in Szene zu setzen und ein lebendiges Werk zu schaffen. Freundlich aber unerbittlich lässt Krell die gleiche Stelle immer wieder üben: "Da müsst ihr richtig mit Schwung reingehen" oder "Hier müsst ihr mehr zaubern", fordert er die Sänger auf.

Bei aller Anstrengung freuen sich die Sänger, an einem solchen Projekt mitwirken zu können. Trotz der konzentrierten Arbeit ist die Stimmung beim Probenwochenende gut. Die Sänger sind froh, dass es jetzt auf die Zielgeraden geht.

"Es ist ein echtes Chor-Oratorium", schwärmt Irmgard Schumacher, Vorsitzende von Vox Humana. "Daher ist es gut, dass mehrere Chöre zusammen singen. Man braucht die Power einfach." Der Komponist selber hat von "recht dicken, schweren und vollen Chören" gesprochen.

Erst bei der Hauptprobe werden alle Mitwirkenden, als auch die Kinderchöre und das Orchester, zusammenkommen. Für Irmgard Schumacher keine Problem: "Wenn alle gut vorbereitet sind, dann läuft’s", ist sie zuversichtlich, "und die Sänger und Musiker wissen, worum es geht."

Premiere ist am Samstag, 5. November, um 18 Uhr in der Valentinskirche in Trillfingen. Am Sonntag, 6. November, wird das Werk um 17 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche in Schramberg aufgeführt und am Samstag, 26. November, um 18.30 Uhr in der Stiftskirche Heilig Kreuz in Horb. Die Zuhörer können sich auf ein gewaltiges, lebendiges Chorwerk freuen.

Quelle: schwarzwaelder-bote.de vom 6.10.2016; Autorin: Birgit Fechter